Schattenblümchen

Maianthemum bifolium

Habitus: Es handelt sich um eine bis 15 cm hoch werdende, ausdauernde Pflanze. Der  Stengel ist aufrecht und etwas behaart.

Blätter: Bei blühenden Pflanzen gibt es meist 2 Laubblätter (ganz selten kommen Individuen mit 3 Blättern vor), bei nichtblühenden oft nur 1 Laubblatt am Stengel. Sie  sind kurzstielig, bis 8 cm lang und bis 4,5 cm breit, eiförmig, mit tief ausgeschnittenem, herzförmigem Grund. Sie sind nahe beieinander stehend, aber deutlich wechselständig. Die Früchte sind gelbrote Beeren.

Blüten: Der Blütenstand ist eine endständige Ähre, in der 15 - 25 Blüten zu 2 - 4 gebüschelt beieinander stehen. Die Blütenblätter sind weiß oder cremefarben. Die Blüten sind ausgebreitet um 5 mm im Durchmesser. Es gibt 4 deutlich sichtbare und leicht zählbare Staubgefäße.

Blütezeit:  April  bis  Mai.

Standort

Bevorzugt dichte Laubwälder und Nadelforste. Steigt in den Alpen bis etwa 2000 m und geht dort auch auf Matten. An der Küste vereinzelt in Sanddünen.

Allgemeine Verbreitung

Mittel- und Nordeuropa.

Heilwirkung:Giftig in allen Teilen, vor allem in den Beeren, vermutlich durch Saponine, aber nicht – wie früher angenommen– durch Digitalis-Glykoside. Die Blätter haben trocken einen schwachen Cumarinduft. Manchmal wird sie in der Volksmedizin als harntreibendes Mittel verwendet.

Eingetragen am 28.12.2015Aktualisiert am 27.01.2016 11:38:18