Graslilie, ästige

Anthericum ramosum

Habitus: Die Pflanze ist ausdauernd und 30 bis 80 cm hoch. Der Stengel ist meist schräg aufsteigend, ästig, unter dem Blütenstand zuweilen ein kleines Laubblatt tragend. Der Stengel hat am Grund einen Faserschopf und ist ohne spreitenlose Niederblätter.

Blätter: Die Laubblatter sind lineal, kahl und 2 bis 6 mm breit. Die Tragblätter sind lanzettlich-pfriemlich, in der Regel viel kürzer als die Blüte.

Blüten: Der Blütenstand ist in der Regel ästig, aus mehreren in Rispen angeordneten Trauben bestehend (seltener bei schwachen Exemplaren einfach). Die Blütenstiele sind aufrecht, zuletzt weit abstehend. Die Blüten sind ca. 25 mm im Durchmesser, die Perigonblätter weiss, 10 bis 13 mm lang, die inneren abgerundet, deutlich breiter als die äusseren). Die Staubblatter sind beinahe so lang wie die Perigonblätter.

Frucht: Die Griffel sind länger als die Perigonblätter und gerade. Die Kapsel ist drei­seitig-kugelig, an der Spitze stumpf, abgeplattet, stachelspitzig und ca. 6 mm lang. Der Keimling ist oft nur halb so lang. Die Frucht ist fast kugelig, stumpf mit Stachelspitzchen und 5 bis 9 mm lang.

Blütezeit: Juni bis  August.

Standort

Ziemlich häufig auf sonnigen, steinigen Abhängen, an bewaldeten Hügeln, auf trockenen Heideflächen, Geröllhalden, in lichten Föhrenwäldern gern auf kalkreicher Unterlage. Von der Ebene bis in die Krummholzregion der Kalkalpen.

Allgemeine Verbreitung

Süd- und Mitteleuropa (nördlich,bis Südschweden und Dänemark fehlt im südlichen Italien und im südlichen Balkan), Kaukasus.

Bienenweide: Die Blüten gehören zu den offenen Honigblumen der Honig haftet an den Ausgängen der Septaldrüsen und ist sehr leicht zugänglich, Fremdbestäubung (durch Bienen, Schweb fliegen, Schmetterlinge usw.) wird dadurch begünstigt, dass der Griffel weiter als die Staubblätter hervorragt.

Eingetragen am 27.12.2015Aktualisiert am 27.01.2016 11:39:46