Tragant, süßer

Astragalus glycyphyllos

Habitus: Die Pflanze ist ausdauernd, mit massiver, tiefgehender Pfahlwurzel und knorrigem, oberwärts ästigem Erdstock. Der Stengel ist spärlich mit einfachen, anliegenden Haaren besetzt, meist bald völlig verkahlend, frisch grün, manchmal rötlich überlaufen. Der Stengel ist niederliegend, kräftig, 40 bis 80 (bis 150) cm lang, hin und hergebogen, kantig, oft ästig.

Blätter: Die Laubblätter sind bis 15 cm lang, mit 9 bis 13 (7 bis 15) cm langen und 1 bis 2 (bis 3) cm breiten, eiförmigen bis breitelliptischen, abgerundeten oder schwach stachelspitzigen, ziemlich derben, oberseits kahlen und lebhaft grünen, unterseits  behaarten und etwas bläulichen Blättchen mit je 5 bis 7 Paar deutlicher Seitennerven. Die Nebenblätter sind mit Ausnahme der untersten ganz frei,  bis 2 cm lang, lanzettlich, spitz.

Blüten: Die Blüten sind 1,4 cm lang, kurz gestielt, aufrecht abstehend, in kurzen, vielblütigen, blattachselständigen Trauben. Die Blütenstiele sind 2 bis 8 cm lang, die Laubblätter an Länge nie erreichend. Die Tragblätter sind häutig, bewimpert, länger als die Blütenstiele. Der Kelch ist breitglockig, meist ganz kahl, gelblichweiß, schief abgeschnitten. Die Kelchzähne sind pfriemlich, durch weite Buchten getrennt, meist um 1 /3 kürzer als die Röhre. Die Kronblätter sind bleich grünlichgelb, später bräunlich, ziemlich lang  genagelt die Fahnenplatte eiförmig, gerade vorgestreckt, ausgerandet, etwas länger als die schmalen, stumpfen Flügel und das stumpfe Schiffchen. Die Hülsen sind fast sitzend, 3 bis 4 cm lang und 4 bis 5 mm breit, aufwärts gekrümmt bis leicht spiralig verbogen, gedunsen, an beiden Enden verschmälert, geschnäbelt, auf dem Rücken tief gefurcht, kahl, netznervig, reif ockerbraun, mit fast vollständiger Scheidewand.

Blütezeit:   Mai bis September.

Standort

In lichten Wäldern, Buschweiden, Hecken, Waldschlägen, besonders an Südhängen, auf den verschiedensten Böden vereinzelt bis in die obere montane Stufe steigend.

Allgemeine Verbreitung

Im grössten Teil von Europa, doch im Mediterrangebiet selten und auf die Gebirge beschränkt, auf den Inseln desMittelmeeres und der Nordsee fehlend, nördlich bis Skandinavien, Oesel, Estland, östlich bis Sibirien (vom Ural bis zum Altai und der Dsungarei), bis zu den Kaukasusländern und Kleinasien.

Eingetragen am 26.12.2015Aktualisiert am 27.01.2016 11:52:46