Kopf-Geißklee

Chamaecytisus supinus

Habitus: Es handelt sich um einen Kleinstrauch von 20 bis 60 cm Höhe mit aufsteigenden, später meist niederliegenden Ästen und aufrechten, bis ins 2. Jahr lang zottig behaarten Zweigen. Die Sprosse werden beim Trocknen meist schwärzlich werdend.

Blätter: Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind dreizählig gefiedert. Die Fiederblättchen sind 15 bis 35 mm lang und meist sieben bis 15 mm breit. Die Blattform ist verkehrt-eiförmig bis elliptisch, wobei der Blattgrund keilförmig ist. Die Blätter sind auf beiden Seiten zottig behaart, wobei die Oberseite verkahlen kann.

Blüten: Die Blüten sind meist sowohl zu 1 bis 3 an seitenständigen Kurztrieben als auch zu 2 bis 6 in kopfig verkürzten Trauben an den Spitzen der heurigen Langtriebe. Die Blütenstiele sind kurz und zottig behaart. Der Kelch ist röhrig, 12 bis 14 mm lang, mäßig behaart, mit spitzen, zurückgebogenen Zähnen. Die Krone ist 2 bis 2,5 cm lang und lebhaft gelb. Die Fahne hat meist einen rötlichbraunem Fleck, ist ganz kahl oder in der Mitte etwas gewimpert. Die Flügel und Schiffchen sind kahl. Die Hülsen sind 2 bis über 3 cm lang, 5 bis 6 mm breit und abstehend zottig behaart, reif schwarz. Die Samen sind klein, flach, glänzend rötlichgelb, mit Nabelwulst.

Blütezeit:  April  bis  August.

Standort

Wächst in warmtrockenen Wäldern (Föhren- und Eichen-Wälder), in Heiden, Säumen und Halbtrockenrasen. Er wächst auf trockenen, lehmigen und felsigen Hängen und Böschungen und meidet Kalkböden. Er kommt nur bis in die (unter)montane Höhenstufe vor.

Allgemeine Verbreitung

Von Frankreich über das Donaugebiet, die nördlichen Balkanländer bis zum Schwarzen Meer.

Inhaltsstoffe: Cytisin ist das Hauptalkaloid der Samen.Die Pflanze, besonders die Samen, sind durch ihre Chinolizidinalkaloide giftig. Im Kraut beträgt der Anteil 0,3 bis 0,5 Gewichtsprozent, davon entfallen auf Lupanin 57-63 %, auf Spartein 0-25 % und auf Anagyrin 0-16 %. Das Hauptalkaloid der Samen ist Cytisin.

Ökologie: Die Raupen des Regensburger Gelbling (Colias myrmidone) ernähren sich ausschließlich vom Kopf-Zwergginster und dem verwandten Regensburger Zwergginster.

 

Eingetragen am 25.12.2015Aktualisiert am 27.01.2016 11:53:15