Weidenblattakazie

Acacia saligna

Habitus: Die Weidenakazie ist ein buschiger Strauch oder Baum von 2 bis 6 m Höhe. Das Geäst und die Zweige sind herabhängend, besonders biegsam bei jungen Pflanzen, die Rinde ist grau und rau.

Blätter: Bei den Laubblättern ist der Blattstiel verbreitert und übernimmt die Funktion der Blattspreite, sogenannte Phyllodien. Sie sind herabhängend und variabel in Form und Größe. Die Form ist linealisch, gebogen oder gerade und zwischen 7 und 25 cm lang sowie 4 bis 20 mm breit. Zum Boden hin werden die Blätter größer. Sie sind grün bis graugrün, bereift, unbehaart mit einem hervortretenden Mittelnerv. An der Basis jedes Phyllodiums befindet sich eine 1 bis 2 Millimeter breite Drüse, die zuckrigen Nektar sekretiert.

Blüten: Die Blütenstände sind fünf- bis zwanzigköpfige Rispen, die in ihrer Jugend von überlappenden Tragblättern eingehüllt sind. Jede Rispe trägt 15 bis 55 goldgelbe Blüten. Die Blüten sind fünfzählig und sitzen an 5 bis 15 mm langen Blütenstielen.

Blütezeit:  November bis Juli

Standort

Bevorzugt wird ein tiefer, sandiger Boden in feuchten Gebieten, wie an Flüssen oder Bächen, Seeufern oder in Sumpfgebieten, aber auch an der Basis von Granitvorkommen oder in Dünen an der Küste.

Allgemeine Verbreitung

Kulturpflanze: Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Südwestaustralien, dort reicht es vom Murchison River im Norden südostwärts bis in die Gegend von Esperance an der Südküste.

Verbreitung: Die Samen werden von Ameisen verbreitet, die sie in ihre Nester tragen und den Samenstiel fressen. Dort können die Samen sehr lange überdauern, bis der Boden gestört wird und der Samen auskeimt. So kann die Art auch Waldbrände gut überstehen.

Nutzen: Die schnellwachsende Art wird häufig angepflanzt, um den Boden zu stabilisieren oder Windschutzhecken zu schaffen. Sie wird auch wegen der gelben Blüten gerne in Gärten kultiviert.

Das Holz der Weidenblatt-Akazie wird traditionell als Feuerholz und zur Holzkohle-Herstellung genutzt. Seit dem Jahr 2000 laufen Versuche, die schnellwachsende Pflanze zur Herstellung von Biodiesel zu verwenden dazu wurden unter anderem Kulturen im Mittelmeerraum angelegt und Erntemaschinen entwickelt. Das schnelle Wachstum – es entstehen zwischen 1,5 und 10 Kubikmeter Biomasse pro Jahr und Hektar – prädestiniert die Art für diesen Zweck. Das Holz ist jedoch leicht und sehr feucht, was die Verarbeitung erschwert.

Die Phyllodien der Weidenblatt-Akazie werden sehr gerne von Schafen gefressen.

Eingetragen am 09.01.2015Aktualisiert am 09.01.2015 11:56:43