Mahonie

Mahonia aquifolium

Habitus: Es handelt sich um einen bis 1m hohen, buschig und aufrecht wachsenden Strauch. Die Mahonie ist immergrüner, einige Sorten können über 3 m hoch werden. Die Pflanze kann aber nach Bedarf zurückgeschnitten werden. Viele Arten sind völlig winterhart.

Blätter: Die Blätter sind immergrün und unpaarig gefiedert (5-11zählig), die Blättchen sind eiförmig mit dornig gezähntem Rand. Die dunkelgrünen Blätter sehen aus wie die der Stechpalme, sie sind fiedrig in identische Blättchen geteilt. Die Blätter sind ein besonderer Schmuck. Im Herbst färben sie sich herrlich zinnober - karminrot, die Färbung der anfangs dunkelgrünen Blätter beginnt schon während der Blütezeit.

Blüten: Die Blüten stehen in dichten, aufrechten Trauben mit goldgelben, oft rötlich-überlaufenden Kronblättern,

Früchte: Die Früchte sind kugelige, bläulich bereifte, stark sauer schmeckende Beeren mit dunkelrotem Saft und 2-5 glänzend rotbraunen Samen.

Blütezeit: April - Mai

Standort

Die Pflanze liebt Halbschatten, verträgt aber auch volle Sonne. An den Boden werden keine besonderen Anforderungen gestellt.  Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden.

Bei langer Trockenheit muss gegossen werden.

Allgemeine Verbreitung

Die Heimat der Mahonie ist das pazifische Nordamerika. Die Pflanze ist bei uns als Zierpflanze in Gärten und Parks, mittlerweile auch verwildert anzutreffen.

Heilwirkung

In der Humanmedizin wird die Mahonie gegen Schuppenflechte eingesetzt. Auch bei Hautekzemen wurde eine erfolgreiche Behandlung erzielt. Neue Versuche in Heidelberg haben ergeben, daß Extrakte aus den Wurzeln und der Rinde der Zweige vielversprechende Wirkung bei der Behandlung von Akne erhoffen läßt.

Die Akaloide Berberin eins und sechs haben eine nachgewiesen antimikrobielle Wirkung gegen Viren, Bakterien und gegen Pilze. Mahoniae cortex: In der traditionellen Medizin der nordamerikanischen Indianer innerlich als Bittermittel bei Verdauungsstörungen und Hautausschlägen. Wegen des damit verbundenen mutagenen Risikos sollte die Droge auf diese Weise nicht genutzt werden. Auf Grund ihrer antiproliferativen Eigenschaften wird sie in Salbenform hergestellt. 2. Mahoniae radix: In der amerikanischen Volksheilkunde bei Fiebererkrankungen, Durchfällen, Dyspepsien, bei Gallenwegs- und Harnwegsentzündungen sowie bei Hauterkrankungen eingestetzt.

Giftigkeit

Alle Teile der Pflanze enthalten die Wirkstoffe, vor allem aber Wurzel- und Stammrinde sind schwach giftig bis giftig. Eine Vergiftung mit der Mahonie ist relativ unwahrscheinlich. In Berlin haben ausländische Kinder täglich bis zu 100 Beeren als Durstlöscher zu sich genommen und keine Symptomatik gezeigt. Bei dem Verzehr der Beeren kommt es in 2 % der Fälle zu den Symptomen einer Vergiftung. Erbrechen, Durchfall und Tachykardie wurden nach der Aufnahme von mehr als 50 Beeren beobachtet.

Die Wurzeln der Mahonie werden als giftig, die Beeren als kaum giftig angegeben

Eingetragen am 02.01.2015Aktualisiert am 02.01.2015 16:22:27