Lauch, Gekielter Lauch

Allium carinatum

Habitus : Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30 bis 60 cm. Die Laubblattscheiden sind ungefähr die Hälfte der Stengellänge umhüllend ausdauernde Staude. Die Zwiebel hat meist dunkle, längszerfasernde Häute.

Blätter : Die Laubblätter sind schmal bis breit-linealisch, fast flach, oben schwach rinnig, 2 bis 4 (5) mm breit, an der Spitze stumpf, am Rand glatt oder ganz fein gezähnelt, unten mit 3 bis 5 hervortretenden Nerven.

Blüten:  Die Scheindolde ist locker, ziemlich groß und reichblütig. Die Hülle ist 2-klappig (wenigstens die eine meist stark verlängert). Die Blütenstiele sind sehr lang (bis 4 cm), dünn und nickend. Das Perigon ist verkehrt-eiförmig, die Perigonblätter abgerundet, 2 bis 7 mm lang, mit den Spitzen zusammenneigend, hellpurpurrot bis dunkelviolett und ziemlich scharf gekielt. Die Staubblätter sind einfach, bis fast doppelt so lang wie die Perigonblätter, selten das Perigon nur wenig überragend.

Blütezeit: Juni bis August

Standort

Ziemlich selten an steinigen, buschigen Orten, an Wald- und Wegrändern, auf trockenen Weiden zerstreut von der Ebene bis in die alpine Region (im Montafon bis 2000 m).

Allgemeine Verbreitung

Zerstreut durch Süd- und Mitteleuropa (nördlich bis Südschweden und bis zu den britischen Inseln).

Geschichtliches: Würde zeitweise als Ersatz für Lauch und Zwiebeln eingesetzt, hat aber nie eine besondere Bedeutung als Heilpflanze bekommen. Der Saft wurde als Mittel gegen Motten eingesetzt. In Natur- und Wildgärten mittlerweile als Zierpflanze zu finden.

Eingetragen am 17.11.2014Aktualisiert am 07.01.2015 12:46:56