Pfeilkraut

Sagittaria sagittiifolia

Habitus: Das Gewöhnliche Pfeilkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze die Wuchshöhen zwischen 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Die Pflanzengestalt ist sehr veränderlich.

Blätter: Die Pflanze weist insbesondere sehr verschiedene Blattformen auf. Die Unterwasserblätter sind bandförmig, die auf der Wasserfläche aufliegenden Schwimmblätter sind oval geformt und die gestielten Luftblätter weisen die charakteristische und namengebende Pfeilform auf. Letztere kann wiederum unterschiedlich spitz und schmal ausgeprägt sein.

Blüten: Der endständige Blütenstand fußt auf einem dreikantigen Schaft. Am unteren Ende des Blütenquirls befinden sich die rein weißen, kleineren weiblichen Blüten. Weiter oben befinden sich die größeren und länger gestielten männlichen Blüten. Sie weisen einen purpurroten Gaumenfleck auf. Aus bestäubten Blüten entwickeln sich zur Reifezeit geflügelte und geschnäbelte Nüsschen, die sowohl vom Wind als auch vom Wasser verbreitet werden.

Blütezeit: Juni bis August

Standort

An den Ufern kalk- und nährstoffreicher Gewässer zu finden. Sie bevorzugt stehende oder ruhig fließende Gewässer.

Allgemeine Verbreitung

Weit verbreitet durch Europa und Asien

Verwendung: Die Wurzelknollen können gekocht werden und schmecken entfernt nach Erbsen. In Scheiben geschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit etwas Öl angebraten schmecken die Knollen beinahe wie Bratkartoffeln. Gebacken in der Lagerfeuerasche sind sie auch nicht zu verachten, wenn den Dip aus Bärlauchmus nicht fehlt. Zerstampfen zu Kartoffelpüree geht genauso wie klein schneiden, trocknen und zu Mehl mahlen. Als Püree kann das Mehl wiederbelebt oder einfach als ,Gewürz" verwendet werden. Die weißen jungen Wurzeltriebe schmecken roh verzehrt entfernt nach Äpfeln. Sie lassen sich im Salat, in einer Suppe oder als Gemüse verarbeiten. Nachdem sie aus dem Wasser entfernt worden sind, schrumpfen sie sehr schnell zusammen und werden fade. In Scheiben geschnitten und getrocknet waren sie wahrscheinlich die ersten Chips der Welt (Indianer in Nordamerika).

Eingetragen am 16.11.2014Aktualisiert am 01.12.2014 16:32:59