Vexiernelke

Lychnis coronaria

Habitus: Die Pflanze kann 80 bis 90 cm hoch und etwa 45 breit werden, zwei- (manchmal auch mehr-) jährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sich nur die Blattrosette aus weichen, filzig grau-grün behaarten Laubblättern.

Blätter: Die Blätter sind gegenständig, eiförmig, ganzrandig und dicht weißfilzig behaart.

Blüten: Die langgestielte Blüten erscheinen in leuchtendem Purpurrot bis Magenta , Ihr Durchmesser ist 2 bis 3 cm Die Blüten sind zwittrig mit fünf ausgerandeten Kronblättern.

Blütezeit: Juni bis August.

Standort

Aus Gärten verwildert sie leicht und ist dann auch an Wegrändern und auf alten Mauern anzutreffen. Im Garten braucht die sehr wärmebedürftige, sonst aber anspruchslose Vexiernelke einen sonnigen Platz und durchlässigen, trockenen Boden.

Allgemeine Verbreitung

Ursprünglich in Südosteuropa heimisch. Sie wird in Deutschland oft als Zierpflanze verwendet.

Name: Der Name ist abgeleitet vom alten Wort »vexieren« (plagen, necken). Marzell erläutert dazu, dass die Kinder ihre Spielkameraden vexieren, indem sie ihnen die Blumen zum Riechen hinhalten und sie mit den stechenden Schlundschuppen der Kronblätter in die Nase stechen.

Theophrast, Dioskurides und Plinius erwähnen die Pflanze. Nach langem Vergessen erscheint sie dann erst wieder im späten Mittelalter. Als Mariensymbol findet man sie auf Tafelbildern, etwa dem »Paradiesgärtlein« des rheinischen Meisters (um 1410) oder der »Stuppacher Maria« von Matthias Grünewald. Leonhart Fuchs führt die Pflanze unter den »Wullkräutern«, zu denen unter anderem auch die Königskerzen gezählt werden.

 

Eingetragen am 08.03.2016Aktualisiert am 18.05.2016 15:18:13