Johannisbeere, Blut-Johannisbeere

Ribes sanguineum

Habitus: Die Blut-Johannisbeere wächst als ein 1 bis 4 Meter hoher laubwerfender, locker beasteter Strauch. mit straff aufrechten Trieben. Sie wird bis 2 m hoch und 1,5 m breit. Die Rinde ist graubraun bis rotbraun.

Blätter: Die Blätter sind wechselständig, rundlich und 3–5-lappig. Die Spreite ist 5-10 cm im Durchmesser, an der Basis herzförmig, oben dunkelgrün und unten weißlich-filzig der Blattstiel ist höchstens so lang wie die Spreite und drüsig behaart.

Blüten: Die zahlreichen Blüten stehen in zunächst schräg aufwärts wachsenden, später hängenden Trauben, die 4-8 cm lang werden und drüsig behaart sind. Die Blüten sind 0,8-1,5 cm im Durchmesser (Kelchzipfel ausgebreitet gemessen), tief purpurrot bis trüb weinrot, im Schlund zuweilen weißlich, außen drüsig behaart der Kelch ist röhrig, die freien Zipfel trichterig geöffnet, etwa doppelt so lang wie die Blütenblätter die Blütenblätter sind weiß oder rötlich, spatelig, aufrecht die Tragblätter im Blütenstand sind wie die Kelchröhre und Kelchzipfel gefärbt und behaart.

Frucht: Die Beeren sind schwarz, dick blauweiß bereift, bis zu etwa 1 cm im Durchmesser und leicht drüsig-borstig bis kahl.

Blütezeit: April bis Mai.

Standort

Braucht mittel- bis tiefgründigen, zumindest mäßig stickstoffsalzreichen, sandigkiesigen oder tonigen Lehmboden. Hausgärten, Parkanlagen, Hecken.

Allgemeine Verbreitung

Die Blut-Johannisbeere stammt aus dem Westen Nordamerikas und kommt dort von Britisch-Kolumbien bis nach Nordkalifornien vor. Sie erklimmt in Kalifornien Höhenlagen bis 2200 m. Zierpflanze in Europa.

Giftigkeit: Nach Verzehr giftiger Pflanzenbestandteile wie Rinde und Beeren kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Brechreiz und Durchfall. Schwerwiegende Vergiftungsanzeichen bleiben in der Regel aus.

Eingetragen am 02.03.2016Aktualisiert am 18.05.2016 15:15:40