Knöterich, Knöllchen-Knöterich

Bistorta vivipara

Habitus: Die Pflanze ist eine 5-25 cm hohe kahle Staude mit einfachen Stengeln.

Blätter:  Die Blätter sind unten lang gestielt und lanzettlich und haben eine Länge von 2-8 cm, starr aufgerichtet. Das Blatt ist unten graugrün, oben dunkelgrün, lang und schmal und direkt am Stiel ansitzend.

Blüten: Die Blüten sind weiß bis hellrosee mit einer 5-blättrigen Hülle in einer endständigen Ähre. Der Knöllchen-Knöterich besitzt direkt unter dem Blütenstand Brutknospen (mit Stärke gefüllte Knöllchen). Aus den Knöllchen treiben im Sommer kleine Blättchen aus, im Herbst fallen sie als fertige Pflanzen auf den Boden.

Blütezeit: Mai bis Juli (August).

Standort

Auf feuchten bis trockenen Wiesen-, Weiden- und Schneeböden bis zur oberen alpinen Stufe bis 2300 m, bevorzugt Kalk.

Allgemeine Verbreitung

Die Pflanze ist in auf der nördlichen Hemisphäre und in den höheren Lagen der mitteleuropäischen Gebirge und Mittelgebirge verbreitet.

Aberglaube: Wenn die Kühe verhext waren und keine Milch mehr gaben, verfütterten die Sennen dieses Kraut und die versiegte Milch floss wieder (daher die Namen „Bring ma’s wieder“, „Wiederkumm“ und „Verloren-Kehrwieder“).

Vermehrung: Um seine Art in der rauhen klimatischen Wirklichkeit (in manchen Jahren bildet die Pflanze keine Blüten und Früchte) zu erhalten, pflanzt sich der Knöllchen Knöterich teilweise ungeschlechtlich fort. Aus den Knöllchen treiben im Sommer kleine Blättchen aus, im Herbst fallen sie als fertige Pflanzen auf den Boden oder werden »zufällig« über den Kropf von Schneehühnern verbreitet.

Eingetragen am 28.02.2016Aktualisiert am 18.05.2016 15:03:44