Hauhechel, gelbe

Ononis natrix

Habitus: Es handelt sich um ein ausdauerndes Kraut mit kräftiger Pfahlwurzel und starkem, vielköpfigem Erdstock. Die Stängel sind zahlreich, 20 bis 50 cm hoch, meist aufrecht, einjährig, aber oft unten verholzend und stets unbedornt. Alle grünen Teile der Pflanze sind reich mit langen, sehr klebrigen Drüsenhaaren bekleidet.

Blätter: Die Laubblätter sind alle lang gestielt und stets mit Ausnahme der obersten ungeteilten dreizählig. Die Blättchen sind meist 1 bis 2 cm lang, oval bis lanzettlich, gezähnt, dicklich, lebhaft grün, reich drüsig. Die Nebenblätter sind kürzer als der Blattstiel, lanzettlich, spitz und ganzrandig.

Blüten: Die Blüten sin 1,5 bis 2 cm gross, einzeln oder paarweise an 2 bis 3 cm langen, in den Achseln kleiner Tragblätter entspringenden und unter den Blüten gegliederten Seitenachsen diese enden meist in eine oft krümmte, stumpfe Granne. Der Gesamtblütenstand ist 12 bis 15 cm lang und rispig. Die Blütenstiele sind 2 bis 3 mm lang und so lang wie die Kelchröhre. Die Kelchzipfel sind lineallanzettlich, dreinervig und 3 bis 4 mal so lang wie die Röhre. Die Kronblätter sind goldgelb die Fahne ist fast kreisrund, oft ausgerandet und viel länger als der Kelch, die Flügel und das Schiffchen haben oft karminrote Striche. Die Hülse ist nickend, lineal, 1,5 bis 2 cm lang und 3 bis 4 mm breit, flach, hellbraun und drüsenzottig behaart. Die Samen sind zahlreich, kugelig, fein warzig und schwarzbraun.

Blütezeit: Mai bis September.

Standort

Besiedelt besonders gern den beweglichen, kalkreichen Boden und vermag rasch Neuland zu erobern, z. B. Flussdämme und sich selbst überlassene Rebberge sie meidet jedoch den regelmässig bewirtschafteten Boden.

Allgemeine Verbreitung

Im ganzen Mittelmeergebiet in mehreren sehr formenreichen Unterarten verbreitet. Syrien und Palästina westlich bis zu den Kanaren. In Mitteleuropa nur im Süden nördlich bis Savoyen, Lothringen, Baden, in die Südschweiz, Südtirol und Dalmatien.

Eingetragen am 22.02.2016Aktualisiert am 18.05.2016 14:55:12