Gipskraut, kriechendes

Gypsophila repens

Habitus: Es handelt sich um eine mehrjährige krautige Pflanze, die sowohl stehende als auch am Boden liegende Triebe hervorbringt, die eine Höhe von 10 bis 25 Zentimeter erreichen.

Blätter: Die Blätter sind schmal-lanzettlich, 1-3 cm lang und nur 1-3 mm breit.

Blüten: 2-12 Blüten stehen in einem rispenartigen Blütenstand am Ende der Stengel. Sie messen 0,5-1 cm im Durchmesser und sind meist weiß, seltener schwach rosa, hell purpurrot oder zartlila. Die Blütenblätter sind vom meist leicht ausgerandet, zuweilen auch gerade abgestutzt oder abgerundet. Kelch 2-4 mm lang, kahl. Kelchzähne etwa ebenso lang wie der verwachsene Kelchabschnitt.

Blütezeit: Mai bis September.

Standort

Wächst ausschließlich auf kalk- oder gipshaltigen Böden wie auf Kalkschutt oder Trockenrasen in Kalkgebieten.

Allgemeine Verbreitung

In den Kalkketten der Alpen häufig, sonst selten. Außerhalb der Alpen im südlichen Schweizer Jura (südlich von Le Brassus) zerstreut, im Voralpengebiet selten, bei Karlsruhe, im Vogelsberg und im Südharz vereinzelt, in Ost- und Südosteuropa, China, Sibirien und dem Kaukasus.

Verwendung: Vom Gipskraut werden die rübenartigen Wurzeln verwendet, die getrocknet werden. Diese sind als weiße Seifenwurzel bekannt. Die Bezeichnung rührt daher, weil die in der Wurzel enthaltenen Saponine und Phytosterole eine Nutzung als Waschmittel zulassen. In der Pelz- und Lederwarenindustrie wird es als mildes Waschmittel verwendet.

 

Eingetragen am 22.02.2016Aktualisiert am 18.05.2016 14:53:11