Teichrose, gelbe

Nuphar luteum

Habitus: Es handelt sich um eine ausdauernde Pflanze mit langen bis zur Wasseroberfläche reichenden Blättern und Blütenstielen. Die Blätter sind herzförmig eingebuchtet und Unterwasserblätter sind immer vorhanden. Der Blattstiel ist stumpfdreikantig. Die Blätter sind ganzrandig und lederartig.

Blüten: Die Blüten sind meist gelb. Die Blüten sind einzeln auf Stielen, meist nicht schwimmend, sondern etwas aus dem Wasser herausgehoben und 4 bis 6 cm im Durchmesser. Es gibt meist 5 große Blütenblätter, dann folgen nach innen 10 bis 13 Honigblätter, die viel kleiner und anders geformt sind. Die Narbe des Fruchtknotens ist ganzrandig

Frucht: Die Frucht ist eine  Kapsel mit einer Größe von unter 3 cm,  die Farbe ist grün bis gelbbraun, die Oberfläche kahl und glatt.

Blütezeit: Juni bis September

Standort

In stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit ausreichendem Nährstoffgehalt und schlammigem Grund, selten in Moor-Seen.

Allgemeine Verbreitung

Allgemein in Mittel-, Nord- und Osteuropa verbreitet. Fehlt häufig in Mittel- und Hochgebirgen.

Vermehrung: Die Früchte der Teichrose schwimmen weil im Fruchtgewebe Luftblasen eingeschlossen sind. Diese entweichen jedoch nach einiger Zeit. Dann sinken die Früchte auf den Boden. Über kurze Strecken können die Früchte auch von Wassergeflügel verbreitet werden.

Sagen: Angeblich nahm sich eine Wassernymphe aus Liebeskummer das Leben und soll daraufhin in eine der schönen Pflanzen verwandelt worden sein. Noch heute sollen bei Mondschein Elfen über die Schwimmblätter der „Nixblume“ tanzen. Die böse Muhme wacht darüber, dass niemand eine Blüte pflückt und zieht jeden Wanderer unbarmherzig in die Tiefe, der es dennoch wagen sollte die Teichmummel anzutasten. Mummel nennt der Volksmund daher die Gelbe Teichrose.

Heilwirkung: Die heilenden Eigenschaften der Seerosen waren den alten griechischen und römischen Ärzten bekannt, jedoch fand bei ihnen wohl hauptsächlich Nymphaea alba als adstringierendes und kühlendes Mittel Verwendung.
Die Wurzel und Blumen von der Gelben Teichrose, die der Weißen Seerose ähnliche Wirkungen besitzen, waren früher als Radix und Flores Nymphaeae luteae offizinell.
In einigen Gegenden wird die Pflanze als Viehfutter benützt. In der Türkei wird durch Destillation aus den Blumen ein angenehmes, kühlendes Getränk gewonnen.

Eingetragen am 16.11.2014Aktualisiert am 07.01.2015 12:38:31