Tränendes Herz

Lampocapnos spectabilis

Habitus: Die Pflanze kommt auf Wuchshöhen zwischen 45 cm und 120 cm.

Blätter: Die Laubblätter sind mehrfach 3-zählig und langgestielt. Sie sind tief eingeschnitten und mittelgrün.

Blüten: Die Pflanze hat rotweiße Blüten, die in einer einseitswendigen Traube hängen. Die äußeren Kronblätter sind halb herzförmig und die ganze Blüte sieht aus wie sie genannt wird, nämlich wie ein Tränendes Herz.

Blütezeit: April und Mai.

Standort

An feuchten, schattigen oder halbschattigen Stellen auf humösen Böden und im Unterholz.

Allgemeine Verbreitung

Kulturpflanze. In unseren Breitengraden ist Dicentra spectabilis ein „Einwanderer“. Wie die Aster und die Chrysantheme stammt sie aus dem fernen China und wurde von Weltumseglern und Entdeckern nach Europa gebracht. Das Tränende Herz kam im 19. Jahrhundert nach Europa.

Im Garten: Diese beliebte Staude, die in China wächst, lebt meist an feuchten, schattigen oder halbschattigen Stellen auf humösen Böden und im Unterholz. Die zarten Triebe und Blätter sowie der zerbrechliche Wurzelstock deuten darauf hin, daß sie auf trockenen und sandigen Stellen nicht optimal gedeihen kann. Schon zeitig im Frühling, im April bis weit in den Juni hinein erscheinen an einem langen Blütenstiel aufgereiht die herzförmigen, dunkelrosa oder auch weißen Blüten, die bei Regen besonders zart und melancholisch aussehen. Nach der Blüte verwelken Blätter und Triebe, die Pflanze geht bis zum nächsten Frühjahr ein. Das Tränende Herz paßt auf schattige Staudenrabatten, an Hauswände oder Zäune und sehr gut auch in Gefäße aus Ton oder Holz.

Name: Ein weiterer Name für diese Pflanze ist Flammendes Herz. Der Gattungsname Dicentra setzt sich zusammen aus den griechischen Worten dis für zweifach und kentron für Sporn, bedeutet also Doppelsporn und bezieht sich auf die Form der Blüten. Der Artname spectabilis ist lateinisch und heißt ansehnlich und sehenswert.

Giftigkeit: Vorwiegend in der Wurzel, aber auch sonst in der ganzen Pflanze finden sich verschiedene Alkaloide, unter anderem das Bulbocapnin. Die Symptome einer Vergiftung sind Brennen im Mund, Magen- und Darmbeschwerden mit Erbrechen und Durchfall. Bei sehr starker Vergiftung, die aber im Prinzip auszuschließen ist, käme es zu Lähmungserscheinungen.

Eingetragen am 21.02.2016Aktualisiert am 21.02.2016 9:19:05