Lerchensporn, hohler

Corydalis cava

Habitus: Der Hohle Lerchensporn wächst aus einer hohlen Knolle etwa 15 - 30 cm hoch. Der Stengel ist aufrecht, fleischig, grün bis rotbraun, kahl, ohne Schuppen. Der Stengel ist stets unverzweigt.

Blätter: Jede Pflanze trägt 2 Blätter die doppelt dreizählig sind und eine blaugrüne Farbe haben.

Blüten: Die Blütentraube ist endständig, ziemlich gedrungen und reichblütig. Blüten trübrot oder gelblichweiß, 18-28 cm lang, mit tief ausgerandeter Unter- und Oberlippe und langem, am Ende abwärts gekrümmten Sporn, harzig riechend, von großen, eiförmigen, ganzrandigen Tragblättern gestützt. Der Nektarsporn ist an der Spitze nach abwärts gekrümmt und mit dem Blütensporn innen angewachsen.

Frucht: Die Schoten sind blassgrün, die Samen schwarz, fast kugelrund und mit Anhängsel.

Blütezeit: März bis Mai.

Standort

Wächst in Laubwäldern, in Gebüschen und Weinbergen, braucht nährstoffreichen, lockeren Lehmboden. An seinen Standorten kommt er oft in Rudeln vor. Man findet den Hohlen Lerchensporn auf feuchten, warmen Böden, in Auwäldern und warmen Gebüschen, auch in Weinbergen als „Unkraut“.

Allgemeine Verbreitung

Mittel- und Südosteuropa. Selten. Fehlt in den Gebirgen mit Kalkgrund.

Name: Der Gattungsname Corydalis kommt von dem griechischen Wort korydallis, das mit Haubenlerche zu übersetzten ist. Gemeint ist damit die gespornte Blüte, die Ähnlichkeiten mit den gespornten Füßen dieses Vogels aufweist. Auch der deutsche Name nimmt darauf Bezug. Den Artname cava erhielt die Pflanze ihrer hohlen Knollen wegen (cavus - hohl).

Heilwirkung: Lerchensporn war früher eine anerkannte Heilpflanze, wird aber heutzutage nicht mehr genutzt. Die Droge hat hypnotische und beruhigende Wirkung. Sie wurde vor und nach einer Narkose eingesetzt.  Ihre stärkehaltigen Knollen werden in Rußland teilweise als Nahrungsmittel benutzt. Tabernaemontanus beschreibt verschiedene Lerchenspornarten unter dem Namen „Holwurz“ und empfiehlt sie vorwiegend als Wundheilmittel, aber auch als schweißtreibende und leberstärkende Arznei sowie „wider alles Gift“. In der Volksheilkunde nahm man die Pflanze als Wurmmittel.

Giftigkeit: Die Pflanze enthält verschiedene Alkaloide, in erster Linie das Bulbocapnin. Vergiftungen mit Lerchensporn sind selten, da die giftigen Stoffe vorwiegend in den Knollen vorkommen. Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden, verbunden mit Durchfällen. Bei starker Giftaufnahme kommt es zu Krämpfen und Lähmungen, das Gift nimmt auch Einfluß auf das zentrale Nervensystem.

 

Eingetragen am 21.02.2016Aktualisiert am 21.02.2016 9:20:14