Waldhyazinthe, weiße

Platanthera bifolia

Habitus: Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20-50 Zentimetern erreicht. Die Überdauerungsorgane sind zwei ungeteilte rübenförmige Knollen mit einem wurzelförmigen Fortsatz am Ende.

Blätter: Die ein bis zwei, selten auch drei Laubblätter sind hellgrün mit einem geringen silbrigen Glanz auf der Unterseite, oval und gegenständig. Sie sind etwa 6-22 Zentimeter lang und etwa 3-6 Zentimeter breit. Kurze, lanzettliche Blätter sind am Stängel verteilt.

Blüten: Der ährige Blütenstand trägt etwa 8-40 Blüten. Die Tragblätter sind länger als der Fruchtknoten. Die schlanken seitlichen Blütenhüllblätter des äußeren Perigonkreises sind 9-13 mm lang, 3-6 mm breit und stehen waagrecht ab. Das mittlere Blütenhüllblatt ist eiförmig und bildet mit den seitlichen Blütenhüllblättern des inneren Perigonkreises einen offenen „Helm“. Die schlanken inneren Blütenhüllblätter sind 5-9 mm lang und 2-4 mm breit. Sie sind an der Spitze nach außen geschwungen. Die Lippe (das mittlere Blütenhüllblatt) ist 8-16 mm lang und 2-4 mm breit. Die Pollinien sind parallel angeordnet und liegen dicht beieinander. Der dünne Sporn ist etwa bis zur Hälfte mit Nektar gefüllt.

Blütezeit: Juni bis August.

Standort

Magerwiesen, Bergwiesen, seltener Halbtrockenrasen, lichte Laub- oder Nadelwälder. Auf mäßig trockenen bis mäßig feuchten, sauren bis basischen Böden.

Allgemeine Verbreitung

Nahezu im gesamten Europa verbreitet, in Nordafrika nur in Tunesien. In Skandinavien  nur küstennahe Regionen, bis Kaukasien und den Iran. Weiter nach Osten bis Sibirien.

Eingetragen am 16.02.2016Aktualisiert am 21.02.2016 9:26:24