Sauerdorn

Berberis vulgaris

Habitus: Der Sauerdorn wächst als Strauch und wird 1 - 2,5 m hoch. Die hellgraue Rinde des Strauches ist teilweise rötlich überlaufen, das Holz hat eine gelbliche Farbe. Die Langtriebe haben am Grund der Blätter oft dreiteilige Dornen.

Blätter: Die Laubblätter stehen in Büscheln und sind länglich elliptisch, 2-4 cm lang. Sie sind am Rand dornig gewimpert.

Blüten: Die Blüten sind gelb mit je 6 Kelch-, Kron- und Staubblättern und einem Fruchtknoten. Sie stehen in hängenden Trauben, die länger als die Blätter sind. Die Beeren sind korallenrot, länglich, etwa 5 mm lang, mit 2-3 Samen.

Blütezeit: Mai bis Juni.

Standort

In Wäldern und Gebüschen, als Zierhecken in unseren Gärten, ist häuptsächlich in der montanen Stufe verbreitet und in Gebieten mit relativ kontinentalem, warmem Klima.

Allgemeine Verbreitung

Süd-, Mittel- und Westeuropa.

Name: Seines säuerlichen Beerengeschmacks sowie seiner Dornen wegen nannte man den Strauch Sauerdorn. Weitere Namen waren Spießdorn, Sauerachdorn, Dreidorn und Erbseldorn. Die Bezeichnung Berberitze und der Gattungsname Berberis stammen von dem arabischen Wort berberi für Muscheln, bezug nehmend auf die Form der Blütenblätter. Der Artname vulgaris bedeutet, daß die Pflanze häufig vorkommt.

Geschichtliches: Der Sauerdorn war schon im Mittelalter bekannt und wurde in den Kräuterbüchern beschrieben. Man nutze ihn auch damals bei Lebererkrankungen, gegen Gelbsucht und Rheuma. Die Pflanze fand aber auch als Färbemittel für Wolle und Leder Anwendung.

Eingetragen am 15.02.2016Aktualisiert am 22.02.2016 6:10:46