Ginster, englischer

Habitus: Es handelt sich um einen Halbstrauch von 10 bis 100 cm Höhe. Die Sprosse sind völlig kahl und zart. Der Stengel ist stark verzweigt und ziemlich dicht mit meist ungeteilten, 1 bis 2 cm langen, weichen, abstehenden Dornen besetzt. Die jungen Zweige sind unbewehrt.

Blätter: Die Laubblätter sind dichtstehend, kurzlebig, fast ungestielt, blaugrün, meist 4 bis 6 mm lang und 2 bis 3 mm breit, an den Blütensprossen eiförmig, sonst spitz, lanzettlich. In den Blattachseln und an den aus Kurztrieben hervorgegangenen Dornen sind häufig kleine Blättchen.

Blüten: Die Blütentrauben sind kurz und dicht, 1 bis 3 cm lang, meist mit 5 bis 10, im Spätsommer oft nur mehr 1 bis 3 Blüten. Die Hochblätter sind eiförmig, länger als die kurzen, mit 2 hinfälligen Vorblättern besetzten Blütenstiele. Der Kelch hat eine kurze Röhre und eine dreizähnige Unter- und zweizähnige Oberlippe. Die Krone ist goldgelb, sehr selten hellgelb, die Fahne spitz und kürzer als das geschlossene Schiffchen, aber länger als die kleinen Flügel. Die Hülse ist länglich, 14 bis 20 mm lang und 4 bis 5 mm breit, fast zylindrisch, gekrümmt, hellbraun, mit 4 bis 10 Samen.

Blütezeit: Mai bis Juli.

Standort

Kalkmeidend, auf feuchtem Heidesand und Torfboden oft sehr gesellig, vereinzelt auch auf steinigem und lehmigem Boden.

Allgemeine Verbreitung

Atlantische Küstengebiete von Mecklenburg und Jütland, in Südhalland an der Schwedischen Küste bis Grossbritannien (bis Schottland), Spanien und Portugal ausserdem zerstreut in Südfrankreich und Calabrien.

Eingetragen am 10.02.2016Aktualisiert am 14.02.2016 12:05:12