Kaiserkrone

Fritillaria imperialis

Habitus: Die Kaiserkrone ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern erreicht. Der Stengel ist beblättert.

Blätter: Der kräftige Stengel trägt breite, lanzettliche Blätter. Die einfachen Laubblätter sind lanzettlich und parallenervig. Oberhalb der Blüten ist ein Laubblattschopf vorhanden.

Blüten: Drei bis sechs (selten bis acht) Blüten bilden einen Scheinquirl. Die zwittrigen, dreizähligen Blüten sind hängend, hell- bis dunkelorange oder gelb und weisen einen Fuchsgeruch auf. Innen befindet sich eine perlmuttfarbige Nektardrüse mit einem Durchmesser von 5 Millimetern. Die sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblätter sind 40 bis 55 (selten bis 60) Millimeter lang. Es sind sechs freie Staubblätter vorhanden.

Blütezeit: April bis Mai.

Standort

Bevorzugt einen sonnigen Standort auf gutem, durchlässigem Boden, wobei über Mittag eine leichte Beschattung der Blüten günstig ist, da diese, ähnlich wie Lilien zum Ausbleichen neigen.

Allgemeine Verbreitung

In der Südosttürkei, im Nordirak, im West- und Südiran, in Afghanistan, in Pakistan und im Kaschmir, ist eine häufige Zierpflanze in Rabatten und Staudenbeeten.

Giftigkeit: Die Pflanze enthält die Giftstoffe Imperialin und Fritillin, die höchste Konzentration findet sich in der Zwiebel. Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit und Erbrechen, es kommt zu Krämpfen und zu Herz- und Kreislaufbeschwerden (Blutdruckabfall). Bei starker Vergiftung kann der Tod durch Herzstillstand eintreten.

Heilwirkung: Einige chinesische und japanische Fritillaria-Arten werden als Heilmittel genutzt.

Name: Der Gattungsname Fritillaria kommt von dem lateinischen Wort fritillus und heißt übersetzt Würfelbecher. Die Bezeichnung nimmt Bezug auf die Form der Blüten. Der Artname imperialis bedeutet kaiserlich und auch der deutsche Name beschreibt die wie Kronen hängenden Blüten.

Geschichtliches: Verschiedene Arten wurden schon von Dioscurides erwähnt. Im Jahre 1590 brachten venezianische Kaufleute die Kaiserkrone aus Konstantinopel nach Wien.

Eingetragen am 08.02.2016Aktualisiert am 14.02.2016 12:07:00