Miere, Grosse Sternmiere

Stellaria holostea

Habitus: Ein kahles Kraut mit kriechendem Wurzelstock und fast aufrechten, aber schwachen Stengeln, ist 30 - 60 cm. hoch, vierkantig, zerbrechlich und mitunter schlaff niederliegend.

Blätter: Die Blätter sind sitzend, lanzettlich, sich verschmälernd in eine lange feine Spitze, oft  40 mm. und mehr lang, am Rand und auf dem Kiel rauh.

Blüten: Die Blüten sind gross, in lockern, gipfelständigen, gabelteiligen Trauben mit blattartigen, grünen Deckblättern. Die Kelchblätter sind gegen 6 mm lang, am Rand häutig und mit durchscheinenden Rippen. Die Blumenblätter sind fast doppelt so lang, ansehnlich breit und bis gegen die Mitte geteilt. Die Blütenstiele sind nach dem Verblühen hakig zurückgekrümmt. Die Kapsel ist eben so lang oder etwas länger als der abstehende Kelch, halb 6spaltig und die Klappen an der Spitze zurückgebogen.

Blütezeit: Mai bis Juni.

Standort

Halbschattig, sandige Lehmböden, besonders oft findet man die Sternmiere in Eichen- und Hainbuchenwäldern. Sie kommt mit unterschiedlichen pH- Werten zurecht, braucht aber auf stark sauren Böden mehr Licht, als auf schwach sauren Standorten.

Allgemeine Verbreitung

Europa und russisch Asien, ausgenommen den hohen Norden.

Stellaria holostea:

Fast verborgen blühe ich hier,

dichtes Gras steht nah bei mir.

 

Halt mich fest, so gut es kann,

flüstert: "Komm, lehn dich nur an."

 

Wiegt mich und umarmt mich gern,

nennt mich seinen Lieblingsstern.

 

Ich sage danke und halte still.

Nicht weil ich muss - nein, weil ich will.

Eingetragen am 07.02.2016Aktualisiert am 14.02.2016 12:18:08