Leberblümchen

Hepatica nobilis

Habitus: Die Höhe der Pflanze beträgt 10-20 cm.

Blätter: Die Blätter sind in einer grundständige Rosette angeordnet. Diese Rosette hat eine leberähnliche Form

Blüten: Die Blüte thront auf einem behaarten Stengel und sitzt fast den 3 kelchartigen Hochblättern auf. Die 6-10 Blütenblätter sind meist blau, können jedoch auch rosa oder weiß sein.. Die Blüte ist vollkommen und besteht aus einer meist dreiblättrigen grünen, kelchartigen Hülle und 6-12 sternförmig ausgebreiteten, meist himmelblauen, seltener weißen oder rosenroten Blumenblättern, aus zahlreichen Staubgefäßen und mehreren Stempeln, aus welchen längliche, kurzgeschnäbelte Schließfrüchte sich entwickeln.

Blütezeit: März bis April.

Standort

In Wäldern auf nährstoffreichen Böden, in Laubwäldern, Gebüschen, auf Kalk.

Allgemeine Verbreitung

In Mittel und Südeuropa .Im Norden Deutschlands zerstreut, sonst weit verbreitet. An seinen Wuchsorten zwar oft in größeren Beständen, insgesamt aber eine eher seltene Pflanze, gebietsweise fehlend. Bis etwa 2200 m.

Vermehrung: Das Leberblümchen bietet den Bienen und Käfern, ihren wichtigsten Besuchern keinen Nektar, dafür aber reichlich Pollen an. Blüten schließen sich abends und gehn in eine nickende Schlafstellung.

Im Garten: Das Leberblümchen gehörte früher zusammen mit den Aurikeln zu den beliebtesten Frühlingsblumen im Bauerngarten.

Kulturanleitung: Das Leberblümchen stammt aus dem Laubwald. Fühlt sich im Garten nur unter folgenden Bedingungen wohl: kalkhaltiger humusreicher Boden lockerer Waldboden und möglichst die Gemeinschaft mit seinem klassischen Partner, dem Seidelbast.

Heilwirkung: Die Form ihrer Blätter macht die Pflanze unverwechselbar und führte zu ihrem in lateinischen Namen Hepatica, nach dem griechischen Wort für Leber, hepar.

Gemäß der mittelalterlichen Signaturenlehre soll die leberähnliche Gestalt der Blätter auf eine Wirkung bei Lebererkrankungen hinweisen. Heute wird das Leberblümchen kaum noch als Heilpflanze verwendet.

Verbreitung: 10.000 Jahre waren nicht lange genug. Pflanzen können natürlich nicht laufen. Das Leberblümchen lässt sich - gegen Bezahlung! - tragen. Wer Leberblümchenfrüchte genau anschaut, erkennt die Reste des Fruchtstiels. Er ist nährstoffreich und lockt Ameisen an. Diese tragen den Samen in ihren Bau, fressen die Leckerei weg und lassen den Rest liegen. Das Leberblümchen ist somit ein bisschen weitergewandert.

Eingetragen am 25.01.2016Aktualisiert am 27.01.2016 10:15:05