Wiesenraute, akeleiblättrige

Thalictrum aquilegifolium

Habitus: Der Stengel ist aufrecht, verzweigt, glatt, kahl und bis unter den Blütenstand beblättert.

Blätter: Die Stengelblätter sind wechselständig, gestielt, 2 bis 3-fach gefiedert, blaugrün und am Stielgrund mit kleinen, knorpeligen Nebenblättchen. Die Grundblätter sind wie die Stengelblätter akeleiblattähnlich.

Blüten: Zahlreiche Blüten stehen in einer ziemlich kompakten, aufrechten Rispe. Die Blütenhüllblätter sind unscheinbar, gelbgrün, 4-6 mm lang und meist schon beim Aufblühen abfallend. Die Blüten fallen durch die büschelig-kugelig angeordneten, lilafarbenen, gelegentlich fast weißen Staubblätter auf. Der Staubblattstand ist 1,5-2,5 cm im Durchmesser. Die Staubfäden unterhalb der Staubbeutel sind deutlich verdickt.

Blütezeit: Mai bis Juli.

Standort

Braucht sickerfeuchten, kalkhaltigen und nährstoffreichen, nicht allzu humusarmen Lehm- oder Tonboden, der zeitweise sogar überschwemmt sein kann. Besiedelt Auwälder, Hochstaudenfluren und bachbegleitendes Gebüsch, vorwiegend in den Mittelgebirgen mit Kalkgestein.In den Alpen bis über 2000m.

Allgemeine Verbreitung

Haupsächlich Mitteleuropa, südlich bis Nordspanien, Griechenland. Fehlt im atlantischen Raum.

Wissenswertes: Früher Heilkraut: z.B. abführend und gegen Wechselfieber. Volksnamen wie Kaisertee, Brusttee und Lungenkraut weisen auf die Heilanwendung hin.

In den Blättern befindet sich ein gelber Farbstoff, der zum Färben von Wolle verwendet wurde. Enthält cyanogene Glykoside. Obschon die Akeleiblättrige Wiesenraute eine insektenbestäubte Pollenblume ist, stellt sie eine „Vorstufe“ zur Windbestäubung dar.

Eingetragen am 25.01.2016Aktualisiert am 28.01.2016 1:31:23