Traubensilberkerze

Cimicifuga racemosa

Habitus: Die Pflanze ist mehrjährig, krautig und erreicht Wuchshöhen von maximal 2,5 m und hat einen aufrechten, beblätterten, glatten Stengel.

Blätter: Die gestielten, dreifach gefiederten Laubblätter sind relativ groß, die Blättchen sind spitz und tief gesägt.

Blüten: In einem langen, schmalen, aus mehreren traubigen Teilblütenständen zusammengesetzten Blütenstand sitzen zahlreiche Blüten. Die weißlichen Blüten sind klein. Die Blütenhülle besteht aus vier grünlich weißen Kelchblättern und kleinen Kronblättern, die sofort nach dem Aufblühen abfallen. In den Blüten sind zahlreiche Staubblätter mit weißen Staubfäden und -beuteln. Es ist nur ein Fruchtknoten vorhanden. Es werden eiförmige Kapsel gebildet. Die zahlreichen, flachen, braunen Samen sind etwa 3 mm groß.

Blütezeit: Juni bis September.

Standort

Wächst meist an beschatteten Standorten in Höhenlagen zwischen 0 und 1500 Meter NN.

Allgemeine Verbreitung

Heimat ist der Osten Nordamerikas (westlich bis Missouri und Arkansas).

Heilwirkung: Die Droge besitzt östrogenähnliche Eigenschaften, Auszüge der Droge sind Bestandteile von Arzneifertigpräparaten, die als Stimulans bei Funktionsstörungen der weiblichen Geschlechtsorgane, besonders bei dysmenorrhoischen sowie klimakterisch bedingten neurovegetativen Beschwerden angewendet werden. In der Homöopathie Anwendung bei Muskelschmerzen, Herzschmerzen, Magen-Darm-Krämpfen, Gallenkrämpfen und bei Wechseljahresbeschwerden (auch Depressionen).

Nebenwirkungen: Schwere Leberschädigungen - Cimicifuga-haltige Arzneimittel müssen ab dem 1. September 2009 einen entsprechenden Warnhinweis tragen. Ursächlich ist ein der Autoimmunhepatitis ähnliches Krankheitsbild mit zentrolobulärer Leberzell-Nekrose, das sich mit Corticosteroiden behandeln lässt. Endometriumhyperplasien - Nach 5 Jahren traten diese bei 3,4% der Anwenderinnen auf, bei keiner in der Plazebogruppe.

Eingetragen am 25.01.2016Aktualisiert am 27.01.2016 10:31:19