Sumpfkresse, österreichische

Rorippa austriaca

Habitus: Der Stengel ist aufrecht, im oberen Teil verzweigt und unten abstehend, aber sehr kurz behaart. Die Höhe ist 30-90 cm.

Blätter: Die Blätter sind ungestielt, den Stengel mit 2 Zipfeln umfassend, die bei den oberen Stengelblättern gut ausgebildet sind. Sie sind ungeteilt und spitz zulaufend. Der Blattrand ist unregelmäßig gezähnt oder ganzrandig. Die Blätter sind unterseits deutlich kurzhaarig.

Blüten: Die Blüten stehen in einer zu erst kurzen, später verlängerten, oben etwas doldig eingeebneten Traube. An der Basis des Blütenstandes entwickeln sich in der Regel mehrere „Seitentrauben", so daß der Blütenstand eigentlich eine „Trauben-Rispe" darstellt. Die Blüten sind 2-3 mm im Durchmesser und gelb. Die 4 Blütenblätter sind länglich bis keilig. Die 4 Kelchblätter sind eiförmig und gelblich. Der Fruchtknoten ist eiförmig.

Frucht: Die Frucht ist ein Schötchen, 2-3 mm lang und fast ebenso dick. Der Griffel des Schötchens ist 1-2 mm lang.

Blütezeit: Juni bis August.

Standort

Braucht zeitweise nassen, nährstoffreichen, lockeren, sandigen Lehmboden. Besiedelt Ufer, geht auch an Wege und auf Dämme.

Allgemeine Verbreitung

Im Pannonikum urheimisch, sonst wahrscheinlich nur eingebürgert. Selten an Oder und Elbe, an Rhein, Main, Neckar und Isar. Zerstreut im Gebiet der Donau in Osterreich.

Die Österreichische Sumpfkresse bildet mit der Wasser -Sumpfkresse (R. amphibia) Bastardformen, die unter dem Namen Meerrettich-Sumpfkresse (R. x armoracioides) bekannt geworden sind. Die Pflanzen dieses Bastardschwarmes sind nicht einheitlich zu kennzeichnen, sondern keiner der beiden Arten eindeutig zuzuordnen. Beschrieben wurden solche Zwischenformen vom Unter- und Mittellauf der Elbe sowie aus dem Donaugebiet und dem Gebiet der Moldau.

Eingetragen am 17.01.2016Aktualisiert am 27.01.2016 11:05:20