Stockrose

Alcea rosea

Habitus: Der Stengel ist aufsteigend bis aufrecht, rauhaarig, aber nicht filzig. Sie wird 100-300 cm hoch.

Blätter: Die Blattspreite ist rundlich-herzförmig, seicht 3- bis 5-spaltig, die der mittleren Stengelblätter handförmig 3- bis 5-spaltig.

Blüten: Die Blüten sind 6-10 cm breit, purpurrot bis schwarzrot in langer, endständiger Ähre. Die Spaltfrucht ist ringförmig.

Blütezeit: Juni bis Oktober.

Standort

Im Garten braucht die Wärme liebende Pflanze einen geschützten und sonnigen Platz sowie nährstoffreiche Erde.

Allgemeine Verbreitung

Ursprünglich aus der Türkei oder Palästina. Für den Bauerngarten ist sie eine der sommerlichen Leitpflanzen.

Geschichte des Anbaus: Man benutzt zum Arzeneigebrauch nur die Spielart mit schwarzroten Blumen als sogenannte schwarze Malven, besonders als Halsmittel. Nachdem aber der Verbrauch der Blumen zum Färben des Rotweins in Frankreich und als ausgezeichnetes, den Indigo als Färbemittel ersetzendes, so zugenommen hat, hat der in der Gegend von Nürnberg schon lange gebräuchliche Anbau ungemein an Ausbreitung gewonnen und werden z.B. in dem Dorfe Wilhermsdorf allein jährlich 7500 kg Blumen gebaut, wovon z.Zt. (1913) 50 kg immer noch mit 60 - 80 Mark bezahlt werden. Die meisten Malvenblumen gehen nach England, da Frankreich zum Färben seiner Rotweine selbst genug produziert und davon noch ausführt. Das bayrische Tagwerk trägt nach Dochnahl, je nach der Güte des Bodens, 500 – 1500 kg Blumen mit den Kelchen und bringt 600 Mark reinen Gewinn. Dieser ungeheure Ertrag bei wenig Mühe verlockt sehr zum Anbau.

Eingetragen am 15.01.2016Aktualisiert am 27.01.2016 11:16:12