Stranddistel

Eryngium maritimum

Habitus: Eine Zweijährige oder ausdauernde Pflanze. Bis zu 1 m Höhe erhebt sich der dichte, aufrechte, flachrillige und sparrig-ästige Stengel, der mit den Ästen oft einen halbkugeligen Strauch bildet.

Blätter: Die Stengel und Blätter sind meergrün oder bläulich grau überlaufen. ledrig-derb, mit Dornen besetzt, die unteren herzförmig gestielt wechselständig, grundständige langstielig Die Spreite ist rundlich bis nierenförmig, am Rand buchtig gezähnt  Die Dolden sind zunächst grünlich gelb, dann blau und fast kugelig.

Blüten: Zahlreiche Blüten stehen in mittelgroßen, fast kugeligen Köpfchen, die bis zu 2 cm im Durchmesser erreichen können und die von 5-8 bläulich oder violett überlaufenen, steifen, im Umriß eiförmigen, lang und stechend-dornig gezähnten Hüllblättem umgeben werden, die deutlich länger als der Blütenstand sind. Die Blüten sind klein, 4-5 mm lang (ausgerissen gemessen) und trüb stahlblau-violett. Die 5 Blütenblätter sind kürzer als die 5 Kelchblätter.

Blütezeit: Juli -  September.

Standort

Wächst auf Sandböden an Küste. Besiedelt lückig bewachsene und noch in Bewegung befindliche Dünen. Sehr selten und nur noch vereinzelt in nennenswerten Beständen.

Allgemeine Verbreitung

Auf Sandböden der Küsten.

Gefährdung: Die Stranddistel, die noch vor wenigen Jahren eigentlich häufig, meist in ausgedehnten “Rudeln“ zu finden war, ist nun, als Folge des Raubbaues an den Strand-Biotopen, in höchstem Maße bedroht. Sie hat durch Übernutzung infolge des Fremdenverkehrs viele ihrer ursprünglichen Standorte verloren. Ihre Ausrottung war weniger eine Folge des Zertretenwerdens, als vielmehr rücksichtslosen Ausgrabens. Der Weidenutzung war sie gewachsen, denn durch ihre dornigen Zähne ist sie gegen Verbiß geschützt. Überschüttung mit Sand macht ihr nichts aus. Junge Sprosse durchwachsen ihn rasch. Mit ihren langen Wurzeln festigt sie auch noch ziemlich stark bewegten Sand.

Verwendung: Die Wurzel wird nach dem Reinigen kurz abgebrüht und geschält, anschließend in Scheiben geschnitten und mit Zucker oder Sirup als Süßspeise eingekocht, die zunächst süß schmeckt, dann allerdings ganz schön scharf nachbrennen kann, so ähnlich wie Ingwerbier. Die Wurzel kann in alle Gemüsegerichte geschnitten werden. Die jungen Blätter und Knospen werden in Marinade kurz aufgekocht, dann wie Gurken eingelegt aufbewahrt und sofort oder je nach Bedarf gegessen. Die ganz jungen, zarten Schösslinge können klein geschnitten einen jeden Salat bereichern. Darüber hinaus machen sie sich ebenfalls sehr gut in etwas Öl scharf und sehr kurz (2-3 min) angebraten. Man kann sie auch rösten, muss dann allerdings aufpassen, dass die Triebe nicht trocken werden.

Eingetragen am 03.01.2016Aktualisiert am 27.01.2016 11:28:11