Hasenglöckchen

Hyacinthoides non-scripta

Habitus: Hasenglöckchen sind ausdauernd und wachsen aus Zwiebeln. Auf einem Blütenstandsstengel stehen in einem endständigen, traubige Blütenstand viele Blüten zusammen mit zwei Tragblättern je Blüte.

Blätter: Je Zwiebel werden nur wenige grundständige Laubblätter gebildet sie sind einfach und parallelnervig.

Blüten: Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgeformten Blütenhüllblätter sind nur kurz an ihrer Basis röhrig verwachsen. Sie sind 1,5 bis 2 cm lang und weiß über rosa bis blau. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen mit ein bis zehn Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Es sind Septalnektarien vorhanden. Der einfache Griffel endet in einer geschwollenen Narbe.

Blütezeit: April bis Mai.

Standort

Braucht nährstoffreichen, aber eher kalkarmen Boden mit guter Wasserführung.

Allgemeine Verbreitung

Sehr selten am Mittelrhein und im linksrheinischen Tiefland nördlich der Mittelgebirge und in Ostfriesland wild, sonst sehr selten als verwilderte Zierpflanze.

Wissenswertes: In Europa kommt die Art im atlantischen Klimabereich vor. In früheren Jahrzehnten wurde sie nicht selten als Zierpflanze in Gärten gehalten. Heute ist sie aus der Mode gekommen. Der wissenschaftliche Artname „non-scripta"(lat. „nicht beschrieben") bezieht sich darauf, daß die Adern der Blütenblätter nicht an Buchstaben erinnern. Bei Hyazinthen, die der Art ähneln, hat man aus dem Aderverlauf Buchstabensymbole herausgelesen. Sie waren also „beschrieben".

Eingetragen am 30.12.2015Aktualisiert am 27.01.2016 11:34:29